Die Umfrage: Einblick in das Spielverhalten

Wir haben eine umfassende Umfrage zum Thema Glücksspiel und Spielsucht durchgeführt, um verschiedene Aspekte des Spielverhaltens zu erfassen. Auf dieser Seite präsentieren wir Ihnen die wichtigsten Ergebnisse. Erfahren Sie mehr über die Gewohnheiten und Motivationen der Befragten, die uns wertvolle Einblicke geben.

Casinoerfahrung und Häufigkeit des Spielens

Von den Befragten verfügen 77,5 % über
praktische Casino-Erfahrung, während 22,5 %
noch nie gespielt haben. Damit ist der
Casino-Besuch für die Mehrheit eine vertraute
Freizeitaktivität.

Wo die Leute am meisten spielen

Ein zentraler Punkt unserer Untersuchung war die Frage, auf welchen Wegen die Teilnehmenden am Glücksspiel teilnehmen. Da bei dieser Frage mehrere Antworten gleichzeitig gegeben werden konnten, summieren sich die Prozentwerte auf über 100 %. Dies lässt darauf schliessen, dass ein Grossteil der Befragten nicht nur eine einzige Form des Glücksspiels nutzt, sondern zwischen verschiedenen Angeboten wechselt.


• Mit 71 % bilden Online-Casinos die mit Abstand am häufigsten genutzte Plattform.


• An zweiter Stelle folgen klassische Casinos vor Ort, die von 54.8 % besucht werden.


• Jeweils 29 % entfallen auf spezialisierte Spielhallen sowie auf den Bereich
der Sportwetten.

Motive fürs Spielen

An oberster Stelle steht der Erlebnisfaktor: 73,3 % gaben Unterhaltung als Hauptgrund an. Das Spiel wird primär als Freizeitgestaltung wahrgenommen. Mit 43,3 % folgt der materielle Anreiz (Geldgewinn). Dass der finanzielle Aspekt hinter der Unterhaltung liegt, deutet auf ein
bewusstes Inkaufnehmen des Verlustrisikos als „Eintrittspreis“ hin.

 

Weitere Motive sind:
• Spannung & Nervenkitzel (36,7 %): Gezielte Suche nach dem Adrenalin-Kick.


• Langeweile (30 %): Dient als Zeitvertreib, verstärkt durch die ständige Verfügbarkeit.


• Stressabbau (13,3 %): Nutzung des Spiels, um vom Alltag abzuschalten.


Diese Verteilung ist für die Suchtforschung aufschlussreich: Während Unterhaltung legitim ist,
sind Langeweile und Stressabbau kritisch als Emotionsregulation zu bewerten. Das Spiel dient
hier der Flucht vor negativen Gefühlen oder Emotionen.

 

Gefühle nach dem Spielen

Die Auswertung der Gefühlswelt

(Mehrfachnennungen möglich) zeigt ein widersprüchliches Bild zwischen kurzfristiger Belohnung und psychischer Belastung: An der Spitze stehen neutrale bis positive Rückmeldungen: Jeweils 41,9 % der Befragten geben
an, sich nach dem Spielen zufrieden oder gleichgültig zu fühlen. Dies deutet darauf hin, dass das Spiel für einen Teil den Unterhaltungswert erfüllt oder (noch) keine tiefen emotionalen Spuren hinterlässt.


• Stress: Über ein Drittel (35,5 %) empfindet Stress nach dem Spielen.


• Schuldgefühle: 16,1 % berichten von deutlichen Gewissensbissen.


• Frustration: Knapp jeder Zehnte (9,7 %) reagiert frustriert.